Fragen und Antworten zur PKV

Im zweiten Teil der Fragenübersicht rund um die private Krankenversicherung geht es weiter mit der Zusammenfassung der wichtigsten Nachfragen zum Thema. Mit Hilfe von kurzen und übersichtlichen Erklärungen fällt es deutlich leichter, eine Entscheidung für oder gegen die private Krankenversicherung zu treffen und abzuwägen, worauf zu achten ist.

 

  1. Muss mit Beitragserhöhungen gerechnet werden?

Wer eine private Krankenversicherung abschließt, der muss natürlich auch die Beiträge selber tragen. In besonderen Fällen gibt es Beihilfen vom Arbeitgeber oder dem Dienstherren und Studenten haben auch die Möglichkeit, Zuschüsse vom BAföG-Amt zu erhalten. Die Beiträge werden auf der Basis von Gesundheitszustand sowie Alter des Versicherungsnehmers bestimmt. Sie basieren auf festgelegten Statistiken und sind zudem abhängig von dem ausgewählten Tarif oder auch von Zusatztarifen. Im Laufe der Jahre verändern sich die Bedürfnisse der Versicherungsnehmer und die Versicherer passen die Beiträge an. Dies geschieht jedoch unabhängig davon, welche Optionen wie oft in Anspruch genommen werden.

 

  1. Was kann bei einer Beitragserhöhung gemacht werden?

Die Erhöhung von Beiträgen ist natürlich nicht toll, teilweise aber auch nicht zu verhindern. Wer mit der Erhöhung nicht einverstanden ist, der hat verschiedene Möglichkeiten. So gibt es die Option, den Tarif zu wechseln und auf Extras zu verzichten. Auf diese Weise sinkt der Beitrag, aber auch die Leistungen werden weniger. Bei einer Beitragserhöhung kann außerdem der Vertrag auch gekündigt werden. Das ist innerhalb von zwei Monaten möglich. Bei einer Beitragserhöhung ist der Versicherer auch immer verpflichtet, Alternativen zu nennen, die in Anspruch genommen werden können. So fällt es leichter, den Überblick über die Wechselmöglichkeiten zu behalten.

 

  1. Welche Nachteile bringt ein Wechsel bei Beitragserhöhung?

Natürlich ist es möglich, auch den Versicherer zu wechseln – unter Berücksichtigung der Kündigungsfrist von zwei Monaten. Oft lässt sich hier jedoch nicht so viel sparen, da eine neue Einstufung bei einem neuen Vertrag erfolgt. Für den Versicherungsnehmer heißt das, dass er alle Angaben erneut machen muss. Bei Vorerkrankungen kann es zu einem Beitragszuschlag kommen. Sind die Vorerkrankungen während der Versicherungszeit bei der alten privaten Krankenversicherung aufgetreten, so kann diese keinen Risikozuschlag erheben. Die Beiträge beim neuen Versicherer sind dann vielleicht also sogar höher. Daher sollte die Kündigung genau abgewogen werden.

 

  1. Was passiert bei nicht gezahlten Beiträgen?

Eine Notlage kann immer eintreten, das ist teilweise nicht zu verhindern. Wenn ein Beitrag nicht gezahlt werden kann, gibt es verschiedene Möglichkeiten bei der privaten Krankenversicherung. Idealerweise wird sofort Kontakt zum Versicherungsunternehmen aufgenommen. Hier ist es wichtig, ehrlich zu sein. Dann wird nach Lösungen gesucht. Diese Lösungen können beispielsweise ein Notlagentarif oder auch eine Stundung sein. Die Frage dabei ist, wie lange die Notlage andauert. Ist sie absehbar, dann empfiehlt sich die Stundung. Ist sie nicht absehbar, wird meist der Tarifwechsel in den Basistarif angeboten oder auch ein höherer Selbstbehalt empfohlen. Werden die Beiträge einfach nicht gezahlt, ohne dass der Versicherer eine Information erhält, so kann er erst abmahnen und dann gegenüber dem Versicherungsnehmer auch die Kündigung aussprechen. Hier ist der Versicherer im Recht und der Versicherungsnehmer steht möglicherweise ohne Krankenversicherung da.

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